Mittwoch, 24. Februar 2016

Norweger Pullover

Zum heutigen MeMadeMittwoch krame ich noch ein Winterprojekt hervor. Ich habe diesen Pullover diesen Winter sehr gerne getragen.

Neben Kim Hargreaves ist Kate Davies eine weitere Lieblingsstrickdesignerin, die in Schottland lebt und einen ganz wunderbaren Blog hat. Dort erfährt man mehr über ihre Strickprojekte und kann gleichzeitig Fotos von der wunderschönen Landschaft bewundern.



Dieser Norweger-Pullover heißt "Ásta Sóllilja" und ist aus Kate Davies Buch "Yokes". Ich habe den Pullover in der Original-Islandwolle Ístex Létt-Lopi gestrickt. Zufällig gibt es bei mir in der Nähe einen Wollladen, der diese Wolle führt. Ich habe die Orangetöne vom Originalpullover gegen helles und dunkles Grün ausgetauscht. Zuerst aus der Not heraus, weil die orangene Wolle im Laden nicht vorrätig war, aber inzwischen finde ich diese Farbkombination auch super.



Die englischsprachige Anleitung ist sehr gut verständlich, wenn man sich mit den englischen Strickbegriffen erstmal vertraut gemacht hat. Der Pullover wird in Runden von unten nach oben gestrickt.
Vorteil bei dieser Methode ist ganz eindeutig, daß man den Pullover zwischendurch schon mal anprobieren kann. Ich habe festgestellt, dass das Ganze viel viel zu weit wird und lieber nochmal alles aufgemacht. Auf Ravelry ging es vielen Strickerinnen so. Auf die im Buch vorgegebene Machenzahl bin ich jedenfalls nicht gekommen. Schlussendlich habe ich den Pullover zwei Nummern kleiner gestrickt. Aber jetzt passt er wirklich perfekt. Bei der Rundstrickmethode müssen am Ende nur wenige cm am Ärmel zusammengenäht werden, mehr nicht. Die Wolle ist wirklich toll und auch preislich sehr attraktiv. Obwohl der Pullover relativ dünn ist, wärmt die Wolle super. Direkt auf der Haut würde ich den Pullover nicht tragen. Das ist doch ein wenig kratzig. Aber mit einem dünnen Shirt darunter ist es kein Problem.








Ich glaube, jetzt ist wirklich Schluss bei mir mit winterlichen Näh- oder Strickprojekten. Ich bin schon ganz in Frühjahrs-Nählaune. Gestern kam nämlich die neue Fashion-Style heraus. Dies ist so eine Zeitschrift, die ich mal ganz nett, oft aber weniger doll fand.

ABER: Die neue Februar-Ausgabe begeistert mich wirklich. Es ist eines der Hefte, das gleich schon beim allerersten Durchblättern mein Näherinnen-Herz höher schlagen läßt. Und ich komme dabei sofort ins Schwärmen, welches Teil ich wohl aus welchem Stoff nähen will. Den Stoff für dieses Kleid ich mir gleich mal online bestellt. Die Idee, eigene Stoffdesigns hier drucken zu lassen fasziniert mich irgendwie.

Ach, wenn doch jede Woche einen zusätzlichen Tag hätte! (hier). Nur zum Nähen!!!  Ja, gerne zwischen Sonntag und Montag. Was ich da alles nähen könnte!!!


Gute Nählaune verbreiten wie immer die Teilnehmerinnen des heutigen MeMadeMittwoch.

LG Angela

...und noch verlinkt mit Gehäkeltes & Gestricktes.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Ginger-Bleaching

Ich habe ein ganz spannendes Ginger-Jeans-Bleaching-Experiment hinter mir.



Zunächst einmal zum Hosenschnitt:
Es macht wirklich Spaß diese Hose zu nähen. Ich habe mir das Kombipaket heruntergeladen, bestehend aus dem Schnitt für die Ginger, das E-Book zum Thema Jeans-Nähen und die Flared-Variante.
Außerdem habe ich zum ersten Mal das Schnittmuster plotten lassen und zwar hier. Vielen Dank an Meike, die mich mit diesem Blogbeitrag auf die Idee gebracht hat. Es hat geklappt wie am Schnürchen. Die Auftragsbestätigung kam wenige Minuten nach dem Hochladen der Datei und bereits am nächsten Tag war das Schnittmuster in meinem Briefkasten!!!


Nach dem Nähen sah die Hose erstmal so aus (noch ohne Nieten):




Ich habe eine Badewanne ca. 10 cm hoch mit Wasser gefüllt und eine Flasche Waschbleichlauge aus dem türkischen Supermarkt dazu gekippt:


 



Das Ganze habe ich über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Morgen hatte sich die Hose schon deutlich entfärbt. Eigentlich war sie mir noch nicht hell genug, aber ich war auch ungeduldig und wollte das Bleichexperiment abschließen. Ich habe die Hose einmal in der Waschmaschine bei 40° durchgewaschen. Und siehe da, sie wurde beim Waschen nochmal heller. Das Endergebnis sieht jetzt so aus:





Vorher:

 Nachher:





Mein Fazit zur Ginger-Jeans und zum Bleichen:

1. Am Hosenschnitt muss ich noch arbeiten, damit die Hose noch besser sitzt. Ob der Ginger-Jeansschnitt mein Favorit wird? Mal sehen, ob er langfristig meinen bisherigen Lieblingsschnitt von Burda toppen kann.

2. Leider verdreht sich ein Hosenbein extrem. Im E-Book wird vorgeschlagen die Hosenteile bei einfacher    Stofflage zuzuschneiden. Ich war ein bißchen faul und habe sie wie üblich doppelt zugeschnitten. Werde ich nächstes Mal definitiv anders machen und jedes Hosenbein einzeln nach dem Fadenlauf ausrichten.

3. Das Bleichen hat sehr viel Spaß gemacht. Die Hose ist allerdings extrem hell geworden. Ich werde nochmal eine etwas dunklere Variante ausprobieren, indem ich entweder einen dunkleren Ausgangsstoff nehme, weniger Bleiche oder die Einwirkzeit verkürze.

Beim heutigen MeMadeMittwoch gibt es mehr selbstgenähte Kleidung.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Seidenbluse



Ich bin gerade dabei, mir das eine oder andere Stück für den Frühling zu nähen. Der Winter hat sich diesmal ja nicht wirklich gezeigt. Am Sonntag war es sonnig bei 15° C, sehr schräg! Da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt, um ein paar Fotos von meiner Seidenbluse zu machen. Zum Glück, denn die letzten Tage war heftiges Regenwetter angesagt.

Den Stoff für diese Bluse habe ich bei Port of Silk gekauft. Dies ist ein beeindruckender Laden in Hamburg, der Seidenstoffe aller Art führt. Man kann die Stoffe auch im zugehörigen Online-Shop kaufen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall selbst dorthin zu fahren, denn vor Ort gibt es noch mehr Auswahl! Der Laden befindet sich in einer von außen unspektakulären Lagerhalle. Der Verkaufsraum ist loftähnlich. Die Stoffe sind alle sehr übersichtlich auf Rollen oder Ballen in Regalen nach den unterschiedlichen Seidenqualitäten in den schönsten Farben sortiert. Die Seide stammt wohl überwiegend aus Indien und bewußt nicht oder kaum aus China, wie mir die Verkäuferin erklärte. Man gewinnt den Eindruck, dass die Stoffe wirklich sehr sorgfältig ausgewählt wurden. Auch die Preise fand ich super für die tolle Qualität.

Das Schnittmuster der Bluse ist aus der Knipmode 5/2012. Eigentlich sehr einfach zu nähen.









 




Die Hose ist auch selbstgenäht. Was den Hosenstoff angeht, schwöre ich auf den Stand auf dem Holland-Stoffmarkt, der vorgewaschene Jeans-Coupons verkauft. Ein Coupon ist ca. 1,40 breit und meistens 1,60 m lang. Diese Stoffmenge ist auf jeden Fall ausreichend für eine Jeans, sogar für eine Herren-Jeans. Die Stoffe sind alle schon vorgewaschen. Ich wasche sie trotzdem nochmal vor dem Nähen und stecke sie in den Trockner, auch wenn der Stoff Stretchanteil enthält.

In der Januarausgabe der Fashion-Style ist ganz gut beschrieben wie man selbstgenähte Jeans mit Chlorbleiche und Schmirgelpapier auf used trimmt. Bisher habe ich bei meinen Jeans immer einfach gewartet, bis sie nach mehreren Wäschen von selbst diesen Look bekommen. Ich habe ja sowieso vor mir zur Abwechslung eine Ginger Jeans zu nähen. Und auch die Birkin Flares will ich ausprobieren. Vielleicht experimentiere ich mal ein bisschen mit Bleiche & Co. Ich werde berichten....

Ein Post mit einem tollen Mantel von Katharina und noch mehr selbstgenähte Kleidung findet ihr beim heutigen MeMadeMittwoch.







Mittwoch, 3. Februar 2016

Tweedjacke


Diesmal zeige ich eine gestrickte Jacke. Es ist das Modell Touch aus dem Heft North von Kim Hargreaves.
Ich habe die Originalwolle Felted Tweed von Rowan verwendet, allerdings in einer anderen Farbzusammenstellung.


Das tweedartige Muster entsteht, weil mit gehobenen Maschen gearbeitet wird. Leider fällt die Jacke sehr weit aus. Ich musste sie nach der Fertigstellung verkleinern, weil sie richtig unförmig war. Das habe ich dann einfach mit meiner Overlock erledigt. Die Methode ist etwas radikal, aber man sieht es außen an den Nähten gar nicht. Bei den Innennähten ist der Vorteil, dass die überstehende Nahtzugaben gleich entsprechend eingekürzt werden und man keine dicken Nahtzugaben hat.




Kim Hargreaves ist eine meiner Lieblingsstrickdesignerinnen. Ganz besonders toll finde ich Ihre etwas älteren Strickbücher North und Indigo. Hier gibt es die Bücher mit der deutschen Übersetzung. Die aktuelleren Bücher, vor allem die letzten beiden, fand ich allerdings ein bißchen enttäuschend.




Als selbstgenähtes Kleidungsstück habe ich noch die Hose bei zu steuern, nach meinem bewährten Burda-Schnitt aus dem Heft 3/2014. Ich weiß gar nicht genau, wieviele Hosen (meistens Jeans) ich nach diesem Schnitt genäht habe. Es müssten ca. 7-8 Stück sein. Diese ist mir nicht so gut gelungen, da sie so komische Falten wirft. Liegt vielleicht auch am Stoff, der auch beim Nähen etwas zickig, da extrem rutschig, war...

Mehr selbstgemachte Kleidung seht ihr beim heutigen MeMadeMittwoch.