Mittwoch, 27. April 2016

Trenchjacke und Ginger flared

Beim heutigen MMM zeige ich ein sehr klassisches Outfit bestehend aus meiner neuen Trenchjacke nach einem Ottobre-Schnitt (5/2010) und einer zweiten Version der Ginger flared. Mir gefallen diese Schlaghosen einfach unheimlich gut. Letzte Woche habe ich diese hier gezeigt.







Angefangen hatte ich die Jacke beim Sewing by the Sea Wochenende als mein Drittprojekt:







Der rückwärtige Riegel ist so vorgesehen, die rückwärtige Passe habe ich noch ergänzt. Außerdem habe die Taillennaht weggelassen:









Das Futter:


 

Das Shirt ist übrigens eine Version der Belcarra Blouse von Sewaholic aus einem schlichten weißen Blusenbaumwollwebstoff.

Die Ginger-Jeans ist aus einem mittelblauen Jeansstoff vom Stoffmarkt, der sich noch ein bisschen auswaschen sollte.


Der Stoff für die Jacke ist von Mahler. Wirklich eine super Stoffqualität, sehr fest, glatt und dicht.
ABER: Das Einnähen der Ärmel war kein Vergnügen, um nicht zu sagen, es war eine Katastrophe!!!!
Der Stoff dehnt sich kein bisschen. Man soll zwar einen Ärmel nicht einnähen, indem man das Armloch dehnt, sondern den Ärmel einhält. Das habe ich auch so probiert. In meinem Burda-Nähbuch ist eine tolle Anleitung dazu, mit der ich prinzipiell immer ganz gut zurecht kam. Hier nur leider nicht, denn am Ende hatte ich Puffärmel und irgendwann keine Geduld mehr. Deswegen ist der Ärmel jetzt halt reingepfuscht.
Ein Kenner sieht das sofort. Aber ich habe beschlossen, dass ich es so lassen werde. Vielleicht lasse ich mir diesen Arbeitsschritt mal von einem Profi zeigen...

Die Fotos habe ich schon letzten Samstag gemacht. Inzwischen gibt es hier ja einen kleinen Kälteinbruch...

Das schlechte Wetter habe ich genutzt, um dies hier für meinen Sohn (großer Star-Wars-Fan) zu häkeln:



Ich will mir meine Nählaune aber nicht durch das schlechte Wetter verderben lassen und setze beim Nähen weiterhin auf Frühlingskleidung. Mal sehen wie es den anderen beim heutigen MeMadeMittwoch geht.

LG Angela

Mittwoch, 20. April 2016

Grace und Ginger

Grace und Ginger,  meine neue Kombination:




Von dem Lady Grace Blazer aus Jersey/Sweat bin ich ja sehr begeistert. Erstens hat das Nähen unheimlich viel Spaß gemacht. Und zweitens ist der Tragekomfort super. Es existiert eine tolle bebilderte Anleitung und zusätzlich noch eine Videoanleitung, die wirklich alle Unklarheiten ausräumt. Damit ich diesen Blazer gut kombinieren kann, habe ich mich fürs erste für ein simples Grau entschieden. Ich werde den Blazer aber definitiv noch in anderen Farben nähen.


Den Ginger-Schnitt hatte ich ja schon mal hier getestet.


Ich wollte aber unbedingt noch die Schlaghosen-Variante nähen. Und sie hat wirklich ordentlich "Schlag"!
Ich könnte mir auch gut noch eine Variante mit etwas weniger Schlag vorstellen.



Diesmal habe ich einen sehr stretchigen Stoff verwendet. Es ist eine Art Jeansstoff von Mahler, sehr dunkel, geht schon fast ins gräuliche.


Das Problem mit den verdrehten Hosenbeinen bekomme ich auch so allmählich gelöst. Hier taucht es nur bei dem linken Bein noch ein wenig auf. Ich bin jetzt folgendermaßen vorgegangen, um dieses blöde Phänomen zu vermeiden:
1. Hosenbeine nicht in doppelter Stofflage zuschneiden, sondern wirklich einzeln
2. Den Fadenlauf vorher auf den Stoff aufzeichnen und beim Zuschnitt ganz genau beachten
3. Fehler können trotzdem noch auftauchen, besonders bei sehr stretchigen Stoffen, die sich stark verzogen haben. Wenn ich genügend Stoff habe, versuche ich die Schnitteile auf möglichst unverzogene Stoffabschnitte zu legen.

Heute gibt es beim MeMadeMittwoch eine kleine nette Abwechslung: Ein nähender Mann präsentiert sein selbstgenähtes Hemd!!

LG Angela




Mittwoch, 13. April 2016

Culottes



Auf einmal tauchen "Culottes" als Mode-Trend wieder auf. Früher hießen sie ja einfach "Hosenrock" und ich habe sie in meiner Kindheit/Jugend oft getragen. Ich kann mich noch gut an das angenehme Tragegefühl erinnern. Deswegen habe ich mich auch sehr leicht von dem Trend anstecken lassen und wollte mir unbedingt eine Culottes nähen. Letztens habe ich auf einem italienischen Blog einen Schnitt entdeckt, der mir spontan super gefallen hat. Es handelt sich um eine lange, weite Variante einer Culottes:








So sieht es eher hosenmäßig aus








hier ist man sich nicht sicher
 
und hier eher wie ein Rock

Das Schnittmuster kann man zusammen mit einer englischsprachigen Anleitung gratis als PDF herunterladen. Nachdem ich dies getan hatte und die 35 Seiten endlich zusammengeklebt waren, musste ich leider feststellen, dass jetzt noch Abpausarbeit angesagt war, denn die Schnittmusterteile lagen übereinander. Die Versuchung war groß, das ganze Projekt wieder abzublasen, aber o.k. ich habe dann doch weitergemacht.

Bei Alfatex gab es gerade heruntergesetzte Blusenstoffe (hauptsächlich Karos). Darunter war auch ein etwas dickerer, dunkelgrauer, blickdichter Blusenstoff. Da der Stoff recht günstig war, habe ich ihn mal mitgenommen. Der Stoffverbrauch liegt bei ca. 2,70 m + ungefähr die gleiche Menge nocheinmal fürs Futter.

Den Futterock habe ich zunächst ganz nach Anleitung angefertigt und eingenäht, um dann zu merken, dass der Hosenrock vorher ohne Futter viel besser aussah. Durch das Futter wurde er viel zu voluminös und unnötig schwer. Also habe ich das Futter wieder rausgetrennt. Der Stoff ist ja auch ausreichend blickdicht.


Ich freue mich und bin wie jeden Mittwoch neugierig, was andere beim MeMadeMittwoch so genäht haben.

LG Angela





Mittwoch, 6. April 2016

Minoru

Es wird ja doch so langsam Frühling. So langsam kann man wirklich auf Winterklamotten verzichten.
Ich freue mich besonders über meine praktische Minoru-Jacke nach dem Schnittmuster von Sewaholic. Aber hier erstmal ein paar Tragefotos:




Das Futter mit der Innentasche:



Die einzige vorgesehene Tasche. Das war mir zu wenig. Ich habe daher noch Seitentaschen eingenäht:





Ich habe die Jacke wirklich sehr oft an. Es ist einerseits eine Art Outdoorjacke, die aber durch die Taillierung, die Raffungen am Kragen durchaus stadttauglich ist. Ich bin da nämlich sehr altmodisch und laufe nicht gerne in Outdoorjacke durch die Stadt.
Der Stoff ist von Gädtke aus Hamburg. Es ist ein sehr dichter fester zweifarbiger Outdoorstoff: außen blau und innen grau oder auch umgekehrt. Das ist ganz praktisch, denn die Kapuze wird laut Anleitung nicht gefüttert. Ich hätte es nicht so schön gefunden, wenn eine häßliche linke Stoffseite sichtbar gewesen wäre. Theoretisch läßt sich die Kapuze zwar in den Kragen einrollen. Das mache ich aber so gut wie nie. Weil der sowieso schon voluminöse Kragen dadurch noch dicker wäre.
Die Jacke muss man entweder oben ein paar Zentimeter offen tragen oder ein Tuch oder einen Schal darunter tragen, denn sonst steht der riesige Kragen so komisch ab.

Die dem Schnitt beiliegende Anleitung von Sewaholic ist wie immer super. Es gibt auf der Homepage zusätzlich noch ein Tutorial, in dem z.B. erklärt wird wie man die Reißverschlussoberkante sauber näht. Wenn man da durchgestiegen ist und es nachmachen kann, sieht das Ergebnis tatsächlich super aus.

Den heutigen MeMadeMittwoch präsentiert Wiebke in einer tollen Kleid/Mantel-Kombination.